2012: Content ist für Reisebranche Top Priorität

2012 wird die Reisebranche verstärkt in Qualitätscontents investieren. Zu diesem Ergebnis kommt Frommer’s Unlimited zusammen mit tnooz in einer sehr interessante Umfrage zu den aktuellen Trends im digitalen Marketing für Unternehmen der Reisebranche .
Für uns eine gute Bestätigung. Die Umfrage bringt unsere Beobachtungen aus Kundenprojekten auf den Punkt. Darum teilen wir hier gern eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

Zusammenfassung

83% der Befragten planen Budgeterhöhungen für digitale Contents in 2012, die Hälfte der Befragten wird die Investments in Contents zur Suchmaschinenoptimierung und maßgeschneiderte Contents erhöhen.
Die Studie bestätigt damit die sich fortsetzende Verschiebung der Marketingbudgets in die digitalen Kanäle. Die Hauptprioritäten liegen im Bereich Social Media, Content und in der Entwicklung mobiler Apps.

Der Onlinereisemarkt wird erwachsen

War der Hauptfokus in den letzten zwei Jahren noch im Bereich User Experience zu finden, so liegt die Konzentration zunehmend auf den letzten Schritten im Verkaufsfunnel, Thema: Conversion. Die Frage, wie mehr Besucher in loyale Kunden gewandelt werden könne, tritt immer stärker in den Vordergrund.

  • Content Prioritäten: Contents werden zunehmend mit dem Ziel der Conversionsteigerung erstellt. An zweiter Stelle folgt dicht die Generierung von zusätzlichem Suchmaschinentraffic. Letztere war im vergangenen Jahr auf Platz 1.
  • Kosten pro Visitor: Die Kosten pro Visitor sind im Vergleich zum vergangenen Jahr um 48% gestiegen und liegen zwischen 0,75€ und 3,60€. Die Kostensteigerung im letzten Jahr lag bei 38%.
  • Content Entwicklung: Maßgeschneiderte Contentkonzepte stehen hoch im Kurs bei den digitalen Marketern, 52% berichten von Budgetsteigerungen in 2012.

Das digitale Marketingbudget steigt

78% der Befragten erhöhen die digitalen Marketingbudgets für 2012. Der Trend verstärkt sich. Vor zwei Jahren waren es nur 54%.

Marketingbudgets 2012

Marketingbudgets 2012

Prioritäten im digitalen Marketing

Worauf konzentrieren sich die Marketingverantwortlichen nun? Digitale Contents können unterschiedlichster Ausprägung sein. Am meisten versprechen sich die Entscheider von: Social Media Marketing (Erhöhung bei 65% der Befragten), Content (Erhöhung bei 55% der Befragten) und Mobilen Apps (Erhöhung bei 54%), denn da erhöhen sie ihre Budgets. 52% der Befragten erhöhen ihre Ausgaben zusätzlich im Bereich SEO (organische Suche).

Marketingkanäle 2012

Marketingkanäle 2012

Besucher werden teurer

Gaben im vergangenen Jahr noch 38% der Teilnehmer einen Preis zwischen 0,75 und 3,60€ an, waren es in diesem Jahr schon 48%. Die Anzahl der Teilnehmer, die mehr als €7,20 für einen Nutzer zahlen hat sich von 2 auf 4% verdoppelt.

Visitorkosten

Visitorkosten

Top Prioritäten bei digitalem Content

Folgerichtig steigen die Budgets für digitalen Content. 83% der Befragten planen das. Auch hier ist die Tendenz steigend (2011: 70%). Nur 1% der Befragten reduziert die Budgets.

Budgetentwicklung digitaler Content

Budgetentwicklung digitaler Content

Investitionen in SEO, maßgeschneiderte Inhalte und Destinationeninfos steigen

Die Topplatzierung nehmen Investitionen in Inhalte für die Suchmaschinenoptimierung ein. 53% der Umfrageteilnehmer investieren hier mehr. 52% investieren mehr in maßgeschneiderte Inhalte, an dritter Stelle folgen Destinationsinformationen.
User generated Content, Videos und Blogs liegen ebenfalls in der Gunst der Marketingexperten.

Investitionsfelder Digitaler Content

Investitionsfelder Digitaler Content

Zielvorgaben für guten Content

Welche Ziele verfolgen die Experten mit der Nutzung von Content? An erster Stelle geht es um die Steigerung der Wandlungsrate. Gute Conversions sind der Hauptmotivator für guten Content. An zweiter Stelle steht nach wie vor der Search Traffic. Besucher aus der Suche kommen über gute Contents. An dritter Stelle steht die Steigerung der eigenen Markenbekanntheit.

Top 5 Contentprioritäten

Top 5 Contentprioritäten

Die größten Herausforderungen

Bestehenden guten Content aktuell zu halten, das ist seit Jahren die größte Herausforderung der Profis. Neue Contents in einer einheitlichen Qualität mit der entsprechenden Markentonalität in allen Kanälen zu erstellen, steht an zweiter Stelle. Die drittgrößte Herausforderung ist die Erstellung einer Strategie für Mobile Endgeräte. Weitere Themen sind der Umgang mit unterschiedlichen Contentlieferanten, die Erstellung multilingualer Webseiten und die Integration der Contents in die Produkte.

Content Challenges

Content Challenges

Details zu den Befragten

An der Umfrage teilgenommen haben weltweit 350 Exporten aus allen Sektoren innerhalb der Reiseindustrie. (46% Nordeuropa, 36% Europa, 11% Asien und Südpazifik, 4% Mittlerer Osten und Afrika, 3% Südamerika)

Viel Spaß mit den Zahlen
Alexandra

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3 Kommentare

  1. Erstellt am 9. Dezember 2011 um 20:07 | Permanent-Link

    Hallo guten Tag.
    Würde mein B&B in Südafrika gerne bei Trips by Tips einstellen. Was muss ich tun. Wie sind die Kosten pro Jahr.
    Vielen Dank für ihre Bemühungen
    Bauer

  2. Erstellt am 29. Dezember 2011 um 12:35 | Permanent-Link

    Hei liebe TBTler,

    Also ja, Content ist sicher eine Stellgröße für Onlinesichtbarkeit einer Destination oder eines touristischen Unternehmens. Guter Content wird geteilt werden, guter Content ist sichtbar in Suchmaschinen. Über die Definition des Begriffes gut will ich mich an der Stelle inhaltlich nicht auslassen, aber mal darauf verweisen, dass gut auch mediengerecht bedeutet: Der Laptop / PC ist längst nicht mehr das einzige Gerät, an dem Onlineinhalte konsumiert werden. Ich finde es immer spannend klassische Content-Websites auf einem 48″ Display anzuschauen… unbequem! Und entspricht nicht gerade der Lean-Back-Attitude, die ein TV-Nutzer an den Tag legen will…?

    Zurück zum Thema Content – viel wichtiger ist noch das Produkt und die Geschichten, die man dazu erzählen will. Ohne die richtigen Werte, die sich durch das immaterielle und materielle Produkt ebenso wie durch die inhaltliche und formale Kommunikation ziehen müssen, ist guter Content a) schwer zu produzieren und b) erst der zweite Schritt. Das Schreien nach gutem Content ist mir gerade zu laut im Vergleich zu den Budgets und Rufen nach Produktentwicklung… nach Werten. Mal sehen, will dazu noch bloggen ;).

    VG Daniel

  3. Erstellt am 3. Januar 2012 um 15:31 | Permanent-Link

    Hallo Daniel,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Am wichtigsten ist mir Dein letzter Satz. Guter Content hat immer sehr viel mit einem guten Produkt und einer guten Kenntnis der eigenen Zielgruppe zu tun. Kann ich den USP beschreiben, habe ich gute Chancen, meine Zielgruppe auch mit guten Contents anzusprechen. Das muss noch immer bei vielen vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wenn ich also Produkt und Zielgruppe klar habe, dann kann ich gut entscheiden, welche Medien ich bedienen möchte und dann im nächsten Schritt, für welche Medien sich welcher Content eignet. Laptops, PCs, Smartphones oder der onlinefähige Fernseher sind Ausgabegeräte auf die die Inhalte (wenn ich denn dort meine Zielgruppe finde) angepasst sein müssen. Die Kosten hierfür gehören natürlich in eine Kalkulation mit rein.
    Die Kanäle über die der Nachfrager an die Inhalte kommt, sind zusätzlich ein maßgebliches Entscheidungskriterium und bestimmen bei vielen die Wahl bestimmter Contentarten (aktuell eben häufig Texte, Bilder und Videos). Vielleicht ist es der youtube Channel, vielleicht kann ich mein Produkt in Fernsehformaten unterbringen. Vielleicht reicht aber auch der eine oder andere Blogbeitrag verbunden mit rss, Facebook, Twitter & Co, um Nachfrager für mich zu interessieren und passt am Ende auch viel besser in mein Budget (sowohl zeitlich als auch monetär).
    Wenn ich nämlich mit den Inhalten sowohl bestehende Kundenbeziehungen unterstütze als auch neue knüpfe, weil die Inhalte über zusätzliche Kanäle wie z.B. die Suche gefunden werden, dann liefern sie mir einen guten ROI. Und nur dann rechnet sich die Ausgabe.
    Beste Grüße
    Alex

Ein Trackback

  1. [...] und die gesamte Kommunikation zwischen Autoren und internen Prüfinstanzen. Die touristischen Contents werden häufig direkt in die Portale eingebunden, sind also integraler Bestandteil der Webpräsenz. [...]

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