TripsByTips untersucht Suchmaschinenpräsenz der Reisebranche

In der aktuellen Studie zur Suchmaschinenpräsenz in der Reisebranche untersuchen wir die großen Player der Reisebranche in den Bereichen Portale, Reiseveranstalter, Destinationen und Hotelketten in Deutschland. Wir gehen dabei der Frage nach, wie gut es die einzelnen Player schaffen sich in den Suchmaschinen zu platzieren. Die Bedeutung des Internets für die Planung und Buchung von Urlaub, Reisen, Hotels und Flügen kann nicht unterschätzt werden. Für die Marktteilnehmer bedeutet das: Wer nicht gefunden wird, existiert nicht.

Der Wettbewerb ist stark. Darüber hinaus mischt Google selbst den Reisebereich mit der Einblendung der Google Places auf. Die eingeblendeten Karten schieben inzwischen sogar die bezahlten Werbeeinträge nach unten. Immer mehr relevante Reisesuchbegriffe werden so mit Google eigenen Inhalten bestückt. Besonders betroffen sind Suchbegriffe rund um das Thema Hotelbuchung.

Keyfindings

Über 80% des Traffics aus Suchmaschinen gehen an die großen Portale. Hotelketten und Destinationen können in Summe nur knapp 10% des gesamten Traffics auf ihre Seiten ziehen.
So verteilt sich der Traffic im Online Reisemarkt
Destinationen und Hotelketten liegen weit abgeschlagen hinten. Nur jeder zehnte Suchende nimmt bei seiner Suche die Angebote der Hotelketten und Destinationen war.

Die Top 10 der Online Reisebranche – diese Anbieter erhalten den meisten Traffic

Top 10 der Trafficsieger
Klarer Sieger ist bahn.de. Zusammen mit holidaycheck.de und booking.com ziehen die Top 3 knapp 60% des Traffics der Top 10 auf ihre Seiten. Booking.com schafft es sogar in die Top3, allerdings mit einem hohen finanziellen Aufwand.
Anbieter mit den höchsten Anteilen an bezahlten Traffic
88% des Traffics von booking.com waren im Untersuchungszeitraum gekauft.

Focus organische Suche

In den folgenden Auswertungen haben wir uns auf die Ergebnisse der organischen Suche konzentriert. Sicherlich lassen sich durch den Kauf von Anzeigen kurzfristige Trafficerfolge erzielen.
Anteile an den Ausgaben in der bezahlten Suche
In unserer Untersuchung hat sich gezeigt, daß die Reiseveranstalter überproportional in Traffic investieren. Die hier erreichten Nutzerzahlen sind allerdings komplett budgetabhängig. Sobald kein Geld mehr investiert wird, stoppt der Traffic.
Anders beim organischen Traffic. Hier können Anbieter langfristig von ihren Platzierungen profitieren. Einmal positionierte hochwertige Inhalte bieten gute Chancen für langfristigen Erfolg.

Die Top 10 der Reiseportale in der organischen Suche

Top 10 der Reiseportal in der organischen Suche
Die Top 10 Reiseportale werden angeführt von bahn.de, holidaycheck.de und expedia.de. Auf den Plätzen vier und fünf kommen mit airberlin.com und lufthansa.com zwei gut platzierte Airlines. Alles in allem kaum Überraschungen.

Die Top 10 der Reiseveranstalter in der organischen Suche

Top 10 der Reiseveranstalter in der organischen Suche
Die Liste der Top 10 Reiseveranstalter wird ganz klar von Neckermann, L’Tur und TUI angeführt. Alltours auf Platz 4 bekommt nur noch die Hälfte der Suchenden im Vergleich zur drittplatzierten TUI.

Die Top 10 der Hotelketten in der organischen Suche

Top 10 der Hotelketten in der organischen Suche
Die Hotelketten werden angeführt von Accor mit ca. 50.000 Besuchen über die organische Suche, gefolgt von Maritim und Best Western.

Die Top10 der Destinationen in der organischen Suche

Top 10 der Destinationen in der organischen Suche
Unsere Top10 wird angeführt von Berlin, München und Rügen! Bei der Auswertung haben wir für die großen Städteportale einen Korrekturfaktor eingebaut, um die touristischen Inhalte zu bewerten. Anhand der Auswertung ist sehr klar sichtbar, dass die Anzahl der Suchenden, die monatlich über die organische Suche zu den Destinationen kommen, sehr schnell sehr stark abfällt.
Für Destinationen bedeutet das, dass große Potenziale zu heben sind. Als Knowhow-Träger in ihrer Region verfügen sie über das touristische Wissen. Sie verfügen über die Informationen, nach denen gesucht wird. Genau diese regionalen touristischen Informationen gut aufbereitet für Suchmaschinen können den Unterschied machen.

Content is King

Wie schaffen es die erfolgreichen Anbieter, ihre Inhalte bei in den Suchmaschinen zu platzieren? In erster Linie dadurch, dass sie viele Inhalte haben. Die folgende Aufstellung zeigt, zu wie vielen Suchbegriffen (Organic Keywords) die erfolgreichsten Anbieter gefunden werden. Ein Abgleich mit den Top 10 Listen zeigt schnell, dass hier viel auch viel bringt. Je mehr hochwertige und einzigartige Inhalte den Suchmaschinen zur Verfügung gestellt werden, um so relevanter werden die Portale eingeschätzt.
Die 20 Anbieter, die mit den meisten Suchbegriffen gefunden werden
Sicher gibt es noch eine große Anzahl weiterer Kriterien, die über Erfolg und Misserfolg in den Suchmaschinen entscheiden. Ohne Inhalte allerdings ist es nicht möglich, langfristig erfolgreich zu sein.
TripsByTips ist seit Jahren erfolgreich in der Positionierung eigener Inhalte. Mit unserem Reiseautorennetzwerk von über 1.600 Autoren erstellen wir relevante redaktionell hochwertige Inhalte für Portale, die auch von Suchmaschinen gut gefunden und positioniert werden. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie dazu mehr Informationen haben wollen. Gern stellen wir Ihnen auch weitere Daten aus der Studie zusammen.

Wer nahm an der Studie teil?

TripsByTips untersucht in der Studie zur Suchmaschinenpräsenz in der Reisebranche die wesentlichen Player in den Bereichen Portale, Reiseveranstalter, Destinationen und Hotelketten in Deutschland. Zur Auswertung hinzugezogen wurden insgesamt 106 touristische Player.
Im Detail waren es 23 Portale, 25 Destinationen, 23 Reiseveranstalter und 35 Hotelketten. Für die Hotelketten wurden die einzelnen Webseiten der jeweils zugehörigen Hotels untersucht. Insgesamt kommen hier noch einmal 68 untersuchte Webseiten dazu.

Was wurde untersucht?

Wir wollten wissen, wie gut sich die maßgeblichen Player der Reisebranche in den Suchmaschinen platzieren. Dafür haben wir uns angeschaut, wie häufig die einzelnen Player mit ihren Inhalten in den Top 100 Platzierungen bei Google gefunden werden (Anzahl der belegten Keywords) und wie werthaltig die Platzierungen sind. Die Werthaltigkeit der Platzierungen wird über die Anzahl der generierten Klicks im Monat ausgedrückt. Wir haben also ausgewertet, wie viele Nutzer die Player monatlich über Google bekommen.
Dabei haben wir die organischen Suchergebnisse und die bezahlten Suchergebnisse getrennt ausgewertet. In den bezahlten Suchergebnissen erscheint ein Anbieter nur, wenn er pro Klick bezahlt, in den organischen dann, wenn seine Inhalte von Google als relevante Inhalte gelistet werden.
Die Messung der Präsenz in den Suchmaschinen haben wir mit den Daten von Searchmetrics vorgenommen.
Über 8,5 Millionen Keywords werden für Deutschland monatlich untersucht. Für diese 8,5 Millionen Keywords werden alle Googleergebnisse bis zur Seite 100 gesammelt und analysiert. So lassen sich die Suchmaschinenpositionen von über 40 Millionen Domains in Deutschland auswerten.

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5 Kommentare

  1. Erstellt am 28. März 2011 um 13:36 | Permanent-Link

    Danke für die super Studie. Die Hotelliere muss Gas geben und aufpassen, dass wir nocht vollständig verdrängt werden.

    Für über 60% beginnt die Urlaubsrecherche bei Google, dass haben wir bei unsere Online-Umfrage unter 3.500 Falkensteiner Gästen herausgefunden (siehe: http://blog.falkensteiner.com/social-media-im-tourismus)
    Die Suchmaschine ist der Dreh- und Angelpunkt für unser Geschäft.

    • Erstellt am 13. November 2014 um 01:54 | Permanent-Link

      Die Aussage “Nur die grf6dferen Hotelketten kf6nnen sich Google-Anzeigen leisten.” ist sclhciht und einfach falsch.Bei einer Buchung via booking.com bezahlen Hotels ca 20% Kommission. Wenn die dcbernachtung ffcr den Gast 100.- Euro kostet sind das 20.- Euro.Diese 20.- Euro kf6nnte das Hotel auch ffcr AdWords ausgeben.Bei einer angenommenen Conversion Rate von 4% und einem Klickpreis von 1.- Euro he4tte das Hotel genau gleich viel verdient, wie wenn die Buchung via Booking gekommen we4re. Da sich die AdWords Anzeigen ffcr Booking jedoch lohnen mfcssen, gehe ich davon aus, dass der Klickpreis deutlich tiefer liegt.Meine persf6nliche Erfahrung mit Hoteliers zeigt, dass kleinere Hotels oft sclhciht und einfach keine Ahnung haben, warum jetzt booking fcber dem Suchergebnis ihrer Webseite angezeigt wird. Sie wissen oft nicht, dass es die Mf6glichkeit von Anzeigen auf Google gibt.

  2. Erstellt am 3. Juni 2011 um 16:11 | Permanent-Link

    Super Studie. Müsste Google das nicht auffallen, wenn so viel Traffic gekauft ist und abstrafen?

  3. Erstellt am 28. Oktober 2011 um 21:34 | Permanent-Link

    sehr, sehr viel Arbeit die ihr euch da gemacht habt. Hoffe dass die vor allem was mitnehmen, die in dieser Studie am meisten negativ betroffen sind….))). Hotellerie etc….Klasse Inhalte und gut recherchiert!!! Hut ab und weiter so!

    • Erstellt am 12. November 2014 um 17:03 | Permanent-Link

      Adwords kf6nnen sich nur grodfe Ketten leisten ? Das wfcrde ich so nicht paieshalucisren! Man kann auch mit kleineren Budgets etwas erreichen auf dem Land mit Sicherheit eher als in der Grodfstadt, aber es ist machbar. Es gibt einige Wege auch neben Google Adwords sich entsprechend zu positionieren und nicht total abhe4ngig von den Portalen zu sein. Wie beschrieben ist die Optimierung der Webseiten und der Google+ local Eintre4ge sehr wichtig aber auch die Nutzung der anderen Social Media Kane4le und die online Buchbarkeit direkt auf der Webseite oder im Social Network. Wer auf seiner Webseite nicht direkt buchbar ist verschenkt Potenzial! Aber hier hinken leider auch noch viele hinterher! Wichtig ist, einen guten bezahlbaren Weg im Online und Offline Marketing zu finden mehr Buchungen fcber seine eigene Webseite zu generieren und diese gibt es!

Ein Trackback

  1. Von Google Rankingfaktoren im Tourismus am 10. Februar 2012 um 15:49

    [...] Web. Sie kann allerdings nur einen Bruchteil des Traffics aus der Suche abschöpfen. Sie lagen im vergangenen Jahr bei 6% des Suchtraffics und daran hat sich nach unserer Untersuchung auch in diesem Jahr nichts [...]

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